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Prof. Dr. Stefan Fischer neuer Vizepräsident der Uni Lübeck

20.07.2016

Mit der Wahl von Prof. Dr. Stefan Fischer zum neuen Vizepräsidenten für den Geschäftsbereich Technologietransfer der Universität zu Lübeck ist ein KoSSE-Professor im Präsidum vertreten.

Prof. Fischer, 1967 in Neuss in Nordrhein-Westfalen geboren, ist seit 2004 der Direktor des Instituts für Telematik der Universität zu Lübeck. Seit 2012 war er Vorsitzender der Sektionen Informatik/Technik und Naturwissenschaften der Universität (entspricht dem Amt des Dekans). Zudem engagiert er er sich im Kompetenzverbund Software Systems Engineering (KoSSE). Wissenschaftlich beschäftigt er sich mit Computernetzwerken und verteilten Systemen mit besonderem Fokus auf dem Internet der Dinge.

Prof. Fischer wurde vom akademischen Senat der Universität zu Lübeck am 13. Juli zum Vizepräsidenten für den Geschäftsbereich Technologietransfer gewählt.

Nach seiner Wahl sagte Prof. Fischer: „Ich freue mich sehr über das überwältigende Vertrauen des Senats und auf die vor mir liegende neue Aufgabe – es gibt schon in den nächsten Wochen Einiges zu tun. Dabei ist mir sehr bewusst, wie groß die Fußstapfen sind, die mein Vorgänger Thorsten Buzug mit seiner hervorragenden Arbeit hinterlässt. Mit Hilfe der Kollegen aus dem Präsidium und vor allem aus dem Arbeitsbereich Transfer werde ich versuchen, den neuen Herausforderungen möglichst bald gerecht zu werden.

Meldung der Universität zu Lübeck: Prof. Stefan Fischer neuer Vizepräsident der Universität.

KoSSE-Tag 2016: DevOps – Synergien zwischen Softwareentwicklung und Betrieb

02.06.2016

KoSSE-Tag diskutiert über Hintergründe und Voraussetzungen von agiler Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen

Die DevOps-Bewegung zielt darauf ab die Zusammenarbeit von Softwareentwicklung (Dev für Development) und Betrieb (Ops für Operations) zu optimieren und Reibungsverluste zu vermeiden. Diese unterschiedlichen Ansätze in Einklang zu bringen war Thema des diesjährigen KoSSE-Tages, der am 01. Juni in Kiel stattfand. Mit einem Grußwort von Prof. Dr. Karin Schwarz, Vizepräsidentin für Forschung, Technologietransfer und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und einer hochkarätigen Keynote von Dr. Andreas Brunnert von der Münchener RETIT GmbH, gefolgt von drei weiteren Vorträgen aus der Industrie, bot die Agenda ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm. Die Vortragsfolien können Sie sich weiter unten herunterladen.


Prof. Dr. Willi Hasselbring, Kieler KoSSE-Sprecher begrüßt zum KoSSE-Tag

Hier geht’s zur Fotogalerie

In der (agilen) Softwareentwicklung ist es das Ziel, schnell viele Features bereitzustellen. Im Betrieb ist es das Ziel, stabile Dienste bereitzustellen – häufige Änderungen werden hier traditionell als unerwünscht angesehen. DevOps verfolgt nun den Ansatz viele, stabile Releases bereitzustellen.
Die dazu erforderliche Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung wird durch die Automatisierung von Entwicklungs- und Betriebsaufgaben erreicht. Automatisierung ist der Schlüssel zum DevOps-Erfolg. Agile Vorgehensweisen, insbesondere testgetriebene Entwicklung, unterstützen DevOps. Fehler, die in der sogenannten Deployment-Pipeline auftreten, dürfen nicht toleriert werden und müssen zeitnah korrigiert werden.

Generell führt die kontinuierliche Integration von Qualitätssicherungsmaßnahmen zu einer kontinuierlich hohen Qualität und damit zu vielen stabilen Releases. Zur kontinuierlichen Überwachung der resultierenden Softwaredienste und auch der Deployment-Pipeline muss möglichst viel automatisiert gemessen und überwacht werden (Monitoring). Auf dem siebten KoSSE-Tag wurde dieses Themenspektrum aus mehreren Blickwinkeln betrachtet.


Guido Steinacker von otto.de

Microservices erleichtern Continuous Deployment durch ihre Granularität und lose Kopplung. Continuous Deployment von dutzenden Microservices bleibt trotzdem eine Herausforderung. Wie bei otto.de bis zu 250 Live-Deployments pro Woche durchgeführt werden, stellte Guido Steinacker in seinem Vortrag vor.

DevOps entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte im Bereich der Software Entwicklung und Unternehmen die Internetdienste anbieten. Große Vorbilder sind „Unicorns“ wie Amazon und Google. Maik Wojcieszak vom Kieler Softwareentwicklungsunternehmen wobe-systems GmbH zeigte am Beispiel der Druckindustrie wie DevOps bei der Digitalisierung kleiner und mittelständischer Industrieunternehmen helfen kann. Als Abschluss gab Sabine Bernecker-Bendixen von getNextIT eine Einführung in den Begriff “DevOpsBiz” und die Idee weitere Abteilungen einzubeziehen, was mit dem Publikum rege diskutiert wurde.


Sabine Bernecker-Bendixen, getNextIT

Alle Besucher hatten Gelegenheit direktes Feedback zur Veranstaltung abzugeben, was sehr positiv ausfiel. Der Großteil lobte die guten Sprecher und die interessanten, unterschiedliche Vorträge. Die im Programm versprochenen Inhalte würden kompetent und schlüssig behandelt. Auch weitere Themen im Bereich DevOps wurden für kommende Veranstaltungen vorgeschlagen. Beim anschließenden Networking und Fingerfood klang der KoSSE-Tag in entspannter Atmosphäre aus.

Der nächste KoSSE-Tag ist im Sommer 2017 in Lübeck. Am 08. und 09. November 2016 findet das Symposium on Software Performance, organisiert von KoSSE, im Wissenschaftszentrum Kiel statt. Das Symposium bringt Forscher und Anwender zusammen, die in ihrem Alltag mit Software-Performance zu tun haben – von der Modellierung und Vorhersage bis zum Monitoring und Laufzeitmanagement. Nähere Infos dazu hier: http://www.performance-symposium.org/.

Über KoSSE

Der Kompetenzverbund Software Systems Engineering (KoSSE) bündelt dazu die Kompetenzen der Informatik-Fachbereiche an den Universitäten in Kiel und Lübeck mit IT-Unternehmen in Schleswig-Holstein. Ob für die Verwaltung, Logistik, Medizin- oder Eisenbahntechnik, in gemeinsamen Projekten werden effiziente Werkzeuge und modellbasierte Verfahren für die automatisierte Softwarekonstruktion und -modernisierung entwickelt. Durch die enge Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft sowie den intensiven Wissenstransfer wird die Wettbewerbsfähigkeit der Region Schleswig-Holstein nachhaltig gesteigert. Jedes Jahr finden der KoSSE-Tag und der KoSSE-Workshop abwechselnd in Kiel und Lübeck mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft statt.

Programm KoSSE-Tag 2016

Vorträge zum Download

Keynote
Software Performance in DevOps – Eine Perspektive aus Forschung und Praxis
Dr. Andreas Brunnert, RETIT GmbH

DevOps und Industrie 4.0
Maik Wojcieszak, wobe-systems GmbH

DevOpsBiz: Hand in Hand zum Erfolg
Sabine Bernecker-Bendixen, getNextIT

01. Juni 16: KoSSE-Tag 2016

Schwerpunktthema: DevOps: Synergien zwischen Softwareentwicklung und Betrieb

Der Kompetenzverbund Software Systems Engineering (KoSSE) lädt zum siebten[nbsp]großen Jahrestreffen ein.
Experten und Interessierte aus dem Bereich Software Engineering treffen sich jedes Jahr beim KoSSE-Tag, dieses Mal wieder in Kiel im Wissenschaftszentrum. Zum Thema „DevOps: Synergien zwischen Softwareentwicklung und Betrieb“ wird es Vorträge aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Möglichkeiten zum Networking geben.

Die DevOps-Bewegung zielt darauf ab die Zusammenarbeit von Softwareentwicklung (Dev für Development) und Betrieb (Ops für Operations) zu optimieren und Reibungsverluste zu vermeiden. In der (agilen) Softwareentwicklung ist es das Ziel, schnell viele Features bereitzustellen. Im Betrieb ist es das Ziel, stabile Dienste bereitzustellen – häufige Änderungen werden hier traditionell als unerwünscht angesehen.

DevOps verfolgt nun den Ansatz viele, stabile Releases bereitzustellen. Die dazu erforderliche Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung wird durch die Automatisierung von Entwicklungs- und Betriebsaufgaben erreicht. Automatisierung ist der Schlüssel zum DevOps-Erfolg. Agile Vorgehensweisen, insbesondere testgetriebene Entwicklung, unterstützen DevOps. Fehler, die in der sogenannten Deployment-Pipeline auftreten, dürfen nicht toleriert werden und müssen zeitnah korrigiert werden. Generell führt die kontinuierliche Integration von Qualitätssicherungsmaßnahmen zu einer kontinuierlich hohen Qualität und damit zu vielen stabilen Releases. Zur kontinuierlichen Überwachung der resultierenden Softwaredienste und auch der Deployment-Pipeline muss möglichst viel automatisiert gemessen und überwacht werden (Monitoring). Auf dem diesjährigen KoSSE-Tag werden wir dieses Themenspektrum aus mehreren Blickwinkeln betrachten.

Der KoSSE-Tag findet jedes Jahr im Sommer abwechselnd in Kiel und Lübeck statt.

Agenda

12:00 Uhr Empfang beim Mittagsimbiss
13:30 Uhr – 15:00 Uhr Vortragsblock I
Moderation Prof. Dr. Wilhelm Hasselbring, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
13:30 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Wilhelm Hasselbring, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
13:40 Uhr Grußwort
Prof. Dr. Karin Schwarz
Vizepräsidentin für Forschung, Technologietransfer und wissenschaftlichen Nachwuchs der Christian-Albrechts-Universität Kiel
14:00 Uhr Keynote
Software Performance in DevOps – Eine Perspektive aus Forschung und Praxis
Dr. Andreas Brunnert, RETIT GmbH
15:00 Uhr Kaffeepause
15:30 Uhr –17:00 Uhr Vortragsblock II
Moderation Prof. Dr. Martin Leucker, Universität zu Lübeck
15:30 Uhr Continuous Deployment von Microservices
Guido Steinacker, Otto.de
Microservices erleichtern Continuous Deployment durch ihre Granularität und lose Kopplung. Continuous Deployment von dutzenden Microservices bleibt trotzdem eine Herausforderung. Wie bei otto.de bis zu 250 Live-Deployments pro Woche durchgeführt werden, stellt Guido Steinacker in diesem Vortrag vor.
16:00 Uhr DevOps und Industrie 4.0
Maik Wojcieszak, wobe-systems GmbH
DevOps entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte im Bereich der Software Entwicklung und Unternehmen die Internetdienste anbieten. Große Vorbilder sind „Unicorns“ wie Amazon und Google. Der Talk zeigt am Beispiel der Druckindustrie wie DevOps bei der Digitalisierung kleiner und Mittelständischer Industrieunternehmen helfen kann.
16:30 Uhr DevOpsBiz: Hand in Hand zum Erfolg
Sabine Bernecker-Bendixen, sof-IT
Eine Einführung in den Begriff und die Idee weitere Abteilungen einzubeziehen.
17:00 Uhr Diskussion und Ausklang beim Fingerfood

Download des PDF-Flyers: Flyer KoSSE-Tag 2016.pdf.

Zur Keynote

Dr. Andreas Brunnert ist Geschäftsführender Gesellschafter der RETIT GmbH. RETIT bietet Softwarelösungen und Beratungsleistungen rund um das Thema Software Performance an. Vor seiner Zeit bei RETIT war Dr. Andreas Brunnert bei einem An-Institut der Technischen Universität München (TUM) als Teamleiter einer Forschungsgruppe zum Thema Software Performance und bei der IBM Deutschland Research & Development GmbH als Technical Lead und Advisory IT Specialist tätig. Er hat an der TUM in Informatik promoviert sowie Informatik an der FH Brandenburg und Wirtschaftsinformatik an der Universität Bamberg studiert. Dr. Andreas Brunnert beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit dem Thema der Performance-Evaluation von Softwaresystemen, in den letzten Jahren fokussiert durch die Integration von mess- und modellbasierten Performance-Evaluationsansätzen.

Nutzer von Softwaresystemen (Apps, Webseiten, etc.) erwarten neben der korrekten Funktion immer auch eine schnelle Reaktionszeit, denn niemand wartet gerne. Oft führen schon Verzögerungen im Sekundenbereich dazu, dass Nutzer abspringen und der Umsatz von eCommerce-Anbietern massiv einbricht. Neben solchen B2C Beispielen finden sich auch im Bereich der kritischen Infrastrukturen immer mehr Softwaresysteme, die in ausreichender Geschwindigkeit reagieren müssen.[nbsp]Stellen Sie sich beispielsweise vor, Smart Grids würde nicht schnell genug auf Wind- und Wetterschwankungen reagieren…
Weitere Beispiele des täglichen Lebens finden sich zuhauf. Wie aber stellt man bei einer immer schnelleren Releasefrequenz, die durch DevOps Konzepte unterstützt wird, sicher, dass Softwaresysteme ein gewünschtes Antwortzeitverhalten aufweisen? Und wie hält man die dafür erforderlichen Kosten im Rahmen?

Die Keynote stellt aktuelle Ansätze aus Industrie und Forschung zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen rund um die Performance von Softwaresystemen vor.

Anmeldung

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Anzahl der Teilnehmer ist jedoch begrenzt. Wir bitten Sie daher um verbindliche Anmeldung bis zum 27. Mai 2016  unter www.diwish.de/termin/kosse-tag-2016.

Veranstaltungsort

Wissenschaftszentrum Kiel
Fraunhoferstraße 13
24118 Kiel

Kontakt

DiWiSH Clustermanagement
KoSSE-Geschäftsstelle
WTSH GmbH
Lorentzendamm 24
24103 Kiel

Tel: 0431.666 66 851
Fax: 0431.666 66 792
Web: www.kosse-sh.de
E-Mail: mail@diwish.de

Lageplan

Karte OSM Kiel Wissenschaftszentrum
© OpenStreetMap-Mitwirkende (Lizenz: CC-BY-SA)

Eindrücke von der solutions.hamburg

16.09.2015

Forschung zum Anfassen zeigten die Universitäten Kiel und Lübeck auf dem erstmalig stattgefundenen Digitalkongress solutions.hamburg (wir berichteten). Die Informatikfachbereiche beider Hochschulen haben sich im Kompetenzverbund Software Systems Engineering (KoSSE) zusammengeschlossen und präsentierten am 9. und 10. September auf Kampnagel ihre gemeinsamen Aktivitäten sowie Lösungen für die Digitale Wirtschaft. Eindrücke von der Kongressmesse gibt es in unserer Fotogalerie.

Hier geht’s zu den Bildern.

Software erleben dank virtueller Realität bei der Uni Kiel

Zum Messeauftritt der beiden Universitäten ist ein Artikel im shz erschienen:

Lösungen für die digitale WeltUni-Projekte: Forschung zum Anfassen

vom 11. September 2015 aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zwischen Motorroller und Operationssaal, aufgehübscht mit einem Tupfer virtuelle Realität: die Unis Kiel und Lübeck wollen Lösungen für die digitale Welt stellen – in Bereichen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Elektro-Mobilität
Wie weit komme ich mit meinem frisch aufgeladenen Elektro-Motorroller? Und wie schnell darf ich mit meinem E-Auto fahren, um die größtmögliche Reichweite aus dem Gefährt herauszuholen? Für Fragen wie diese erarbeitet die Universität zu Lübeck ein Programm, das dem Fahrer vor und während eines Ausflugs mit einem elektrobetriebenen Fahrzeug Tipps gibt. „Die Ladezeiten für Elektromotoren sind lang“, sagt Gerhard Buntrock vom Institut für Softwaretechnik und Programmiersprachen. Da müsse man schon möglichst genau planen können, wann man wo ist…

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier: http://www.shz.de/nachrichten/

Forschung zum Anfassen: Universitäten zeigen Lösungen für die Digitale Wirtschaft

03.09.2015

Die Informatik-Fachbereiche der Universitäten Kiel und Lübeck zeigen auf dem neuen Digitalkongress solutions.hamburg, was die Veränderung der Arbeitswelt für Branchen und Unternehmen bedeutet. Die Fachbereiche sind im Kompetenzverbund Software Systems Engineering (KoSSE) zusammengeschlossen und stellen neben ihren aktuellen Forschungsergebnissen auch die gemeinsamen Aktivitäten bei KoSSE vor. Am 09. und 10. September können Messebesucher einen Blick in die Zukunft werfen.

Von zuhause kennt man es schon, dass Computer, MP3-Player, Fernseher und andere Geräte unterschiedlicher Hersteller über ein Netzwerk problemlos Daten austauschen können. Doch selbst in den modernsten Operationssälen ist die Vernetzung noch lange nicht so weit. Medizingeräte verschiedener Hersteller können anders als Haushaltsgeräte nicht einfach so miteinander kommunizieren. Dafür sind technische Gründe, vor allem aber die viel höheren Risiken im OP-Saal verantwortlich: Im Zulassungs­prozess eines Medizin­gerätes muss nachgewiesen werden, dass durch die Vernetzung keine zusätzlichen Risiken für den Patienten entstehen.

Im Projekt OR.NET arbeitet das Institut für Softwaretechnik und Programmiersprachen (ISP) der Universität zu Lübeck zusammen mit über 50 Partnern aus Industrie, Klinik und Forschung an diesen Problemen. Es wird ein Standard für die Kommunikation von Medizin­geräten geschaffen, sodass verschiedene Hersteller eine gemeinsame Kommunikations­platt­form nutzen können. Darüber hinaus werden neue Konzepte und Lösungen zur dynamischen Vernetzung von Medizingeräten entwickelt, die die Hersteller bei der Integration und Zulassung ihrer Geräte unterstützten. Auf der solutions.hamburg demonstriert das Institut für Softwaretechnik und Programmiersprachen den aktuellen Stand der Kommunikations­plattform am Beispiel der Echtzeit-Datenübertragung von Messwerten eines Pulsoximeters zu einem Patientenmonitor.

Sprechende Elektrofahrzeuge

Im Projekt Green Navigation bearbeitet die Universität zu Lübeck die Fragestellung: Wie sieht eine nachhaltige Mobilität der Zukunft aus? Doktoranden und Studierende arbeiten an der Vernetzung von Elektrofahrzeugen mit ihrer Umgebung: Ein Elektro­roller lernt, wie er mit Ladesäulen spricht. Ein neuartiges Navigationssystem hilft bei der Routenplanung für eine effiziente Nutzung. Der Energiespeicher eines heimischen Photovoltaiksystems kann im intelligenten Stromnetz überwacht und gesteuert werden. Das Ziel des Projekts besteht in der Entwicklung prototypischer Systemlösungen für die Realisierung einer modernen und zeitgerechten Mobilität. Erste Ergebnisse kann man auf dem Messestand erleben.

Demonstration im Projekt OR.Net_Web

Im Rahmen einer Demonstration des Projekts OR.Net wurden Medizingeräte verschiedener Hersteller vernetzt: Links zwei PC-Arbeitsplätze mit Patientenmonitoren, daneben ein Operations­mikroskop von Möller-Wedel, ein Ultraschall-Dissektor von Söring, ein Endoskop-System mit Kamera und Knochenfräse von KARL STORZ und rechts ein weiterer PC-Arbeitsplatz mit Zugang zum Krankenhaus-Informations-System ORBIS.

Foto: Dr. Frank Golatowski, Universität Rostock

Software zum Anfassen bei der Universität zu Kiel

Unsere Welt wird immer digitaler. Im Gengensatz dazu fördern reale Erlebnisse kreative Lösungen. Um das Beste aus beiden Welten zu vereinen, nutzt die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) 3D-Drucker in Verbindung mit ihrem Tool ExplorViz um Software eine Gestalt zu geben und sie so greifbar zu machen. So ein anfassbares Modell bietet zum Beispiel bei der Präsentation von Software große Vorteile. Architekten bauen schon seit mehreren Jahrtausenden kleinere Modelle ihrer Bauwerke, um dem Auftraggeber ein genaues Bild über Aussehen und Aufwand zu geben. Bei Software kann sich ein Kunde häufig kein genaues Bild über den Aufwand für Änderungen und den Zustand seiner Software machen. Anfassbare Modelle können hier ähnlich zu Gebäudemodellen Abhilfe schaffen. Wenn eine Änderung ansteht, werden einfach zwei solide Softwaremodelle erstellt. Das erste Modell zeigt den aktuellen Stand der Software und das zweite zeigt den Planzustand nach den Änderungen. So kann sich der Kunde ein genaues Bild über die Software und den Änderungsaufwand verschaffen.

Ein weiteres Einsatzgebiet für die Modelle ist zum Beispiel das Diskutieren im Team über den Aufbau der Software, welches durch das Anfassen erleichtert wird. So können im Unternehmen Diskussionen über die Softwarestruktur effektiver durchgeführt werden, da die Teilnehmer genau und auch gleichzeitig zeigen können, worüber sie gerade reden. Des Weiteren hilft das haptische Erlebnis vielen Teammitgliedern unbewusst bei ihren Denkprozessen.

Auf der solutions.hamburg präsentiert die Kieler Universität eine Reihe dieser Software­modelle. Die Besucher können so weltweit als erstes Software anfassen und von ihr einen Eindruck gewinnen.

Software erleben dank virtueller Realität

Mithilfe von virtueller Realität, ermöglicht durch den Einsatz von 3D-Brillen, entstehen viele neue Möglichkeiten Dinge auf eine andere Art und Weise zu erleben. Die CAU Kiel nutzt die virtuelle Realität um Software für den Anwender erlebbar zu machen. Mittels der 3D-Brille Oculus Rift findet sich der Anwender in der virtuellen Realität wieder und hat den Eindruck, wirklich in der ihn umgebenen 3D-Welt zu stehen. Für die Interaktion und die Bewegung mit dieser Welt wird zusätzlich der Kinect-Sensor von Microsoft verwendet. Das Modell der Software kann dann durch Gesten verschoben, vergrößert und gedreht werden, um so eine Ansicht von allen Seiten zu ermöglichen.

Die Besucher der solutions.hamburg können durch diese Technologien, ähnlich wie Tom Cruise in dem Science-Fiction Film “Minority Report”, die vor ihren Augen schwebenden Softwaremodelle innerhalb einer 3D-Welt mit ihren Händen bedienen und so Software mit mehreren Sinnen erleben.

SoftwareErleben SoftwareZumAnfassen

3D-Modell und interaktive Brille (Oculus Rift) zur Visualisierung vom Aufbau und Zusammenhängen innerhalb einer Software

Kompetenzverbund Software Systems Engineering (KoSSE)

Der Kompetenzverbund Software Systems  Engineering bündelt die Kompetenzen der Informatik-Fachbereiche an den Universitäten in Kiel und Lübeck mit IT-Unternehmen in Schleswig-Holstein. Ob für die Verwaltung, Logistik, Medizin- oder Eisenbahntechnik, in gemein­sa­­men Projekten werden effiziente Werkzeuge und modellbasierte Verfahren für die automatisierte Softwarekonstruktion und -modernisierung entwickelt. Durch die enge Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft sowie den intensiven Wissens­transfer wird die Wettbewerbsfähigkeit der Region Schleswig-Holstein nachhaltig gestei­gert. Auf der Messe erfährt der Besucher was KoSSE ist, wer dahinter steht und welche Themen bearbeitet werden. Professoren und Projekte können so kennengelernt werden. Unternehmen wird aufgezeigt warum eine Kooperation mit den Hochschulen interessant sein kann.

solutions.hamburg: Neuer “Kongress für Digitalisierung, Business und IT“

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt grundlegend. Das gilt übergreifend für alle Fachbereiche – Tendenz steigend. Um den Austausch und das Know-how in diesem Bereich zu fördern und auf einer Plattform zu vereinen, findet mit der solutions.hamburg vom 9. bis 11. September auf Kampnagel ein neuer Digitalkongress in Hamburg stattder Hansestadt. Das Event, das in den kommenden Jahren wachsen und dann bundesweit stattfinden soll, versteht sich als „Kongress für Digitalisierung, Business und IT“, das Motto lautet „Building The Digital Future“. Der Name solutions.hamburg ist dabei Programm: der Kongress wird in innovativen Vorträgen, Workshops und Diskussionen zeigen, was Digitalisierung für die verschiedenen Branchen, Unternehmen und Fachbereiche bedeutet, und praxisnahe Lösungen bieten, wie diese den Veränderungsprozess optimal für sich nutzen können. Darüber hinaus sollen gemeinsam neue Ansätze entwickelt werden, Digitalisierung in Unternehmen aktiv mitzugestalten.

Weitere Informationen…

…zu  OR.NET: www.isp.uni-luebeck.de/ornet

…zu ExplorViz: www.explorviz.net

…zum Kompetenzverbund Software Systems Engineering: www.kosse-sh.de

…zum Kongress: www.solutions.hamburg

Bilder/Flyer

OR.NET

ExplorViz


Kontakt

OR.NET und Green Navigation:

Dr. Gerhard Buntrock
Universität zu Lübeck
Tel.:  0451 / 500-3983 oder 0451 / 40039230
E-Mail: buntrock@isp.uni-luebeck.de

ExplorViz:

Florian Fittkau
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Tel.: 0431.880 4467
E-Mail: ffi@informatik.uni-kiel.de

KoSSE-Tag 2015: Informatik ist das Öl der neuen Zeit

04.06.2015

KoSSE-Tag informiert über Hintergründe und Voraussetzungen von Industrie 4.0 und Big Data

Der rasante Fortschritt der Softwaretechnik ermöglicht in Kombination mit der Mikroelektronik immer leistungsfähigere eingebettete Softwaresysteme, die zudem immer stärker miteinander vernetzt werden. Diese Cyber Physical Systems waren Thema des diesjährigen KoSSE-Tages, der am 03. Juni in Lübeck stattfand. Mit einem Grußwort von Staatssekretär Dr. Frank Nägele, einer hochkarätigen Keynote des Präsidenten der Gesellschaft für Informatik und drei Vorträgen aus der Industrie bot die Agenda ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm.  Die Vortragsfolien können Sie sich unten herunterladen.

Hier geht’s zur Fotogalerie

Staatssekretär Dr. Frank Nägele (Wirtschaftsministerium)Prof. Dr. Martin Leucker, Universität zu Lübeck

Softwareintensive Systeme und Geräte werden zu alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Sie wandeln sich durch ihre vielfältige Vernetzung und die Einbindung von Daten und Diensten zu umfassenden Lösungen, die sämtliche Lebensbereiche immer stärker durchdringen. Das wurde den etwa 70 Teilnehmern schon in der das Vortragsprogramm eröffnenden Keynote verdeutlicht. Prof. Dr. Peter Liggesmeyer, Präsident der Gesellschaft für Informatik und des Fraunhofer IESE sowie Dozent an der Technischen Universität Kaiserslautern, erläuterte in seiner einstündigen Keynote die Hintergründe und Zusammenhänge des Internets der Dinge, von Industrie 4.0 und Big Data. “Informatik ist das Öl der neuen Zeit. Software treibt Wirtschaft voran,” so Liggesmeyer. Deutschland werde im Ausland dafür bewundert und beneidet seine großen Industrieunternehmen wie Siemens und Daimler, alle mit über 100jähriger Firmengeschichte, für die Digitalisierung gut aufzustellen.

Auch zum Datenschutz hatte er eine klare Meinung: “Datensparsamkeit verhindert Innovation! Geben Sie Informationen aus der Hand, kontrollieren Sie aber deren Nutzung!” Liggesmeyer sprach sich dafür aus persönliche Informationen zu Forschungszwecken zur Verfügung zu stellen, wobei man jede einzelne Information mit spezifischen Nutzungsrechten deklarieren könne. Nicht nur wer, sondern auch wie lange und in welchem Umfang darauf zugegriffen werden kann.

Die Keynote machte deutlich, dass unterschiedliche Systeme Wertschöpfung betreiben werden, indem sie sich miteinander, autonom organisieren. Diese Autonomie aber auch Risiken birgt und viele juristische Fragen noch offen sind. Bei der Sicherheit in offenen Systemen besteht noch ein erheblicher Forschungsbedarf. “Massenprodukte werden zunehmend durch massenindividualisierte Produkte ersetzt. Daten sind dabei der zentrale ‘Rohstoff’“, so Liggesmeyer.

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Es folgten die Vorträge von Dr. Stefan Schlichting, Drägerwerk, zur “An architecture for medical cyber-physical systems in high acuity environments”, in dem er die Forschungsansätze und -ergebnisse für das Internet der Dinge in der Medizintechnik bei Dräger vorstellte. Reinhold Hundt vom Beratungsunternehmen ASTRAN Business Consulting gab Einblicke in den Bahnmarkt und den großen Aufholbedarf bei den oft noch antiquierten Infrastrukturen für Schienenfahrzeuge. Als Abschluss erklärte Eckhard Anders, ma design, den Aspekt der User Experience bei Desing und Entwicklung des Internets der Dinge.

Das erhobene Feedback der Besucher fiel positiv aus. Der Großteil lobte die Relevanz der Vorträge, die gute Auswahl und die unternehmensnahen Einblicke. Die im Programm versprochenen Inhalte wurden kompetent und schlüssig behandelt. “Eine sehr gute Veranstaltung, passend zum Thema, Referenten, Ort, Zielgruppenansprache, zeitlicher Rahmen – ich habe mich auf abwechslungsreiche Weise gut informiert gefühlt”, so ein Teilnehmer beim anschließenden Networking.

Der nächste KoSSE-Tag findet im Juni 2016 in Kiel statt. Am 20. November 2015 treffen sich Wissenschaft und Wirtschaft erneut zum KoSSE-Workshop im Wissenschaftszentrum Kiel.

Programm KoSSE-Tag 2015

Vorträge zum Download

Für den Vortrag “Der UX-Faktor bei der Entwicklung des Internets der Dinge” wenden Sie sich bitte an eckhard.anders@ma-design.de.

application/pdf Keynote_Internet of Things, Industrie 4.0 und Big Data

application/pdf Cyber-Physical Systems fuer Schienenfahrzeuge und Eisenbahninfrastrukturen_ASTRAN Business Consulting GmbH

application/pdf An architecture for medical cyber physical systems in high acuity environments_Drägerwerk AG

11. Dezember 2014: KoSSE-Workshop 2014

Eine der aktuellen Problemstellungen in der Industrie ist das Debugging von Embedded Multicore Systems. In der Vergangenheit herrschten im Embedded-Bereich Singlecore-Systeme vor. Die Einführung von Mehrkern-Systemen stellt Entwickler nun vor ganz neue Herausforderungen, wie die Portierung von Software auf Multicore-Systeme und das dazugehörige Debugging. Wir laden Sie herzlich zu unserem diesjährigen KoSSE-Workshop ein. Nutzen Sie die Gelegenheit  und informieren Sie sich über den Stand in Forschung und Industrie. Informieren Sie sich zum Beispiel über Lösungsansätze aus der Automobilindustrie, diskutieren Sie mit Referenten und Teilnehmern über Ihre eigenen Erfahrungen am Donnerstag, 11. Dezember 2014 in den media docks in Lübeck.

Agenda

13:30 Uhr Get Together beim Imbiss
13:55 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Martin Leucker, Universität zu Lübeck
14:00 Uhr Formal Verification of Embedded Code – Applications and Challenges
Thorsten Ehlers, Institut für Informatik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
14:30 Uhr Static Analysis of Concurrent Automotive Software
Johannes Traub, Daimler AG
15:00 Uhr Pause
15:15 Uhr Vorkehrungen für die effiziente Suche nach Software-Defekten sowie für Performance-Optimierungen in Multicore-Systemen
Alexander Weiss, Accemic GmbH & Co. KG
16:00 Uhr Effiziente Überwachung von
Laufzeiteigenschaften in Soft- und Hardware
Philip Gottschling, TU Darmstadt und
Normann Decker, Universität zu Lübeck
16:30 Uhr WCET on Multicore Processors – Problems and Answers
Simon Wegener, AbsInt Angewandte Informatik GmbH
17:00 Uhr Diskussion beim Imbiss
18:00 Uhr Ende des Workshops

Vorträge und Referenten

Thorsten Ehlers, Institut für Informatik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Formal Verification of Embedded Code – Applications and Challenge
This talk will introduce some typical concurrency bugs occurring in embedded code. Based on this, it will discuss how formal methods can be applied to find these defects. Here, the talk will especially consider the case of migrating legacy code from single- to multi-core CPUs. Furthermore, they present some code pattern which are typical for embedded code, and discuss their impact on the performance of analysis tools.

Johannes Traub, Daimler AG
Static Analysis of Concurrent Automotive Software
Der Einzug von Multicore-Hardware in Automotive Steuergeräte ermöglicht eine wirkliche parallele Ausführung der Echtzeit-Software. Allerdings birgt diese parallele Ausführung ein stark erhöhtes Risiko für das Auftreten von kritischen Race Conditions. Das Verifikations-Werkzeug MEMICS bietet die Möglichkeit, solche Race Conditions in Automotive Software zu identfizieren. Zusätzlich zur Position des Fehlers wird ein Trace geliefert, welcher die Nachvollziehbarkeit enorm vereinfacht.

Alexander Weiss, Accemic GmbH [&] Co. KG
Vorkehrungen für die effiziente Suche nach Software-Defekten sowie für Performance-Optimierungen in Multicore-Systemen

Selbst bei äußerst sorgfältig programmierten und getesteten Applikation muss davon ausgegangen werden, dass sich auch in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien sowie nach dem Release noch immer Defekte im Programmcode befinden. Deshalb sollten in gut geplanten Projekten Vorkehrungen getroffen werden, um Defekte effizient suchen und beseitigen zu können.
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Klassifizierung von Defekten, ihrer Auftretenswahrscheinlichkeit vor und nach einem Release sowie ökonomischen Aspekten der Fehlersuche. Weiterhin werden verschiedene Anforderungen an Performance-Optimierungen diskutiert. Voraussetzung dafür ist jeweils eine umfassende Beobachtbarkeit – dies stellt besonders bei Multicore-Systemen eine große Herausforderung dar, da hier die erfassten Abläufe in einzelnen Cores synchronisiert werden müssen, um beispielsweise Wettlaufsituationen untersuchen zu können. Herkömmliche Verfahren wie die Instrumentierung der Software stoßen hier schnell an ihre Grenzen.
Im Vortrag werden Maßnahmen erläutert, die schon beim Entwurf von Hard- und Software getroffen werden sollten, um Multicore-Systeme effizient, flexibel und nicht intrusiv beobachten zu können

Simon Wegener, AbsInt Angewandte Informatik GmbH
WCET on Multicore Processors – Problems and Answers
Bei der Abschätzung der Laufzeit eines Tasks im schlimmsten Fall stellen Mehrkern-Prozessoren eine neue Herausforderung dar.
Dieser Vortrag möchte einige der Probleme aufzeigen, die heutige Multicore-Architekturen mit sich bringen.
Darüber hinaus werden Lösungsansätze vorgestellt, die es ermöglichen sollen, eine Laufzeitabschätzung für zukünftige eingebettete Systeme durchzuführen

Philip Gottschling, TU Darmstadt und Normann Decker, Universität zu Lübeck
Effiziente Überwachung von Laufzeiteigenschaften in Soft- und Hardware
Wir beschreiben das grundsätzliche Vorgehen und Methoden, um Ablaufeigenschaften von Systemen deskriptiv zu spezifizieren und daraus operationale Modelle in Form von sog. Monitoren zu generieren. Ein Monitor verarbeitet Systembeobachtungen und gibt kontinuierlich eine Bewertung hinsichtlich der spezifizierten Korrektheitseigenschaft aus.Um diese in Echtzeit zu überwachen und auszuwerten eignen sich moderne FPGAs, da sie sich beliebig oft neu konfigurieren lassen. Die nicht triviale Hardwarebeschreibung und die damit verbundenen Entwicklungswerkzeuge stellen allerdings für die meisten Nutzer ein großes Hindernis dar. Durch Abstraktion und Integration lässt sich dieses überwinden und stellt diese Technologie einem breiteren Anwenderfeld zur Verfügung.

Veranstaltungsort

media docks
Willy-Brandt-Allee 31a
23554 Lübeck

Anfahrtsskizze
Lageplan Media Docks, Lübeck (Quelle: OpenStreetMap.org)
© OpenStreetMap-Mitwirkende (Lizenz: CC-BY-SA)

Bing Karten
Lageplan Media Docks Lübeck

Anmeldung

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Da eine begrenzte Anzahl der Plätze zur Verfügung steht und zur besseren Organisation des KoSSE-Workshops bitten wir um verbindliche Anmeldung bis zum 09. Dezember 2014 unter:

www.diwish.de/termin/kosse

Ausgezeichnet! Sonderpreis „IT“ für KoSSE-Projekt ARAMiS

18.11.2014

Beim Ideenwettbewerb Schleswig-Holstein hat das Ausgründungsprojekt „RaceGuard“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel den IT-Sonderpreis erhalten. Im Wissenschaftszentrum Kiel wurden am 06. November 2014 bereits zum sechsten Mal herausragende Ideen mit wirtschaftlichem Potenzial aus Schleswig-Holstein ausgezeichnet.

Im Projekt „RaceGuard“ wurde ein Analysewerkzeug für Software in parallelen, eingebetteten Systemen entwickelt. Das Analysewerkzeug ist spezialisiert auf schwer zu lokalisierende Fehler in parallel arbeitendem Code, insbesondere sogenannte Race Conditions. Moderne eingebettete Systeme arbeiten mit multi-core Prozessoren parallel, im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen mit single-core Prozessoren. Eingebettete Systeme sind häufig sicherheitskritisch, d.h. Fehlfunktionen können dramatische Konsequenzen haben. Beispiele für solche Systeme sind Sicherheitssysteme in Autos, Flugzeugsteuerungen oder medizinische Geräte.

Das Projekt „RaceGuard“

Die Vorarbeiten zum Projekt „RaceGuard“ wurden im KoSSE-Verbundprojekt ARAMiS geleistet, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. KoSSE ist der Kompetenzverbund Software Systems Engineering, der die Softwaretechnik-Kompetenzen der Informatik-Fachbereiche an den Universitäten in Kiel und Lübeck mit IT-Unternehmen in Schleswig-Holstein bündelt. Industriepartner bei ARAMiS ist die Daimler AG.

Das Projektteam besteht aus den Informatikern Thorsten Ehlers und Philipp Sieweck, die als Doktoranden am ARAMiS-Projekt (Automotive, Railway and Avionics Multicore Systems) arbeiten. Julian Göller studiert an der CAU Kiel Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Entrepreneurship und Innovationsmanagement. KoSSE-Professor Dr. Dirk Nowotka hat das Projekt fachlich begleitet.

Ideenwettbewerb Schleswig-Holstein

Der von DiWiSH-Mitglied assono GmbH gestiftete Sonderpreis „IT“ ist mit 1.000 Euro dotiert. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 12.500 Euro ausgeschüttet. Der Ideenwettbewerb wurde in diesem Jahr vom Dr. Werner Jackstädt-Zentrum für Unternehmertum und Mittelstand Flensburg in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) organisiert. Gesucht wurden innovative und zukunftsweisende Ideen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die in Form von Produkten, Dienstleistungen oder Verfahren das Potenzial für wirtschaftlichen Erfolg haben. Eine Expertenjury aus erfahrenen und hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Fördereinrichtungen bewertete unter anderem die Einzigartigkeit, den Kundennutzen und das Marktpotenzial der jeweiligen Idee sowie deren Bedeutung für Schleswig-Holstein.

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