Der Kompetenzverbund Software Systems Engineering (KoSSE) lädt zum siebten[nbsp]großen Jahrestreffen ein.
Experten und Interessierte aus dem Bereich Software Engineering treffen sich jedes Jahr beim KoSSE-Tag, dieses Mal wieder in Kiel im Wissenschaftszentrum. Zum Thema „DevOps: Synergien zwischen Softwareentwicklung und Betrieb“ wird es Vorträge aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Möglichkeiten zum Networking geben.
Die DevOps-Bewegung zielt darauf ab die Zusammenarbeit von Softwareentwicklung (Dev für Development) und Betrieb (Ops für Operations) zu optimieren und Reibungsverluste zu vermeiden. In der (agilen) Softwareentwicklung ist es das Ziel, schnell viele Features bereitzustellen. Im Betrieb ist es das Ziel, stabile Dienste bereitzustellen – häufige Änderungen werden hier traditionell als unerwünscht angesehen.
DevOps verfolgt nun den Ansatz viele, stabile Releases bereitzustellen. Die dazu erforderliche Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung wird durch die Automatisierung von Entwicklungs- und Betriebsaufgaben erreicht. Automatisierung ist der Schlüssel zum DevOps-Erfolg. Agile Vorgehensweisen, insbesondere testgetriebene Entwicklung, unterstützen DevOps. Fehler, die in der sogenannten Deployment-Pipeline auftreten, dürfen nicht toleriert werden und müssen zeitnah korrigiert werden. Generell führt die kontinuierliche Integration von Qualitätssicherungsmaßnahmen zu einer kontinuierlich hohen Qualität und damit zu vielen stabilen Releases. Zur kontinuierlichen Überwachung der resultierenden Softwaredienste und auch der Deployment-Pipeline muss möglichst viel automatisiert gemessen und überwacht werden (Monitoring). Auf dem diesjährigen KoSSE-Tag werden wir dieses Themenspektrum aus mehreren Blickwinkeln betrachten.
Der KoSSE-Tag findet jedes Jahr im Sommer abwechselnd in Kiel und Lübeck statt.
| 12:00 Uhr | Empfang beim Mittagsimbiss |
| 13:30 Uhr – 15:00 Uhr | Vortragsblock I Moderation Prof. Dr. Wilhelm Hasselbring, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel |
| 13:30 Uhr | Begrüßung Prof. Dr. Wilhelm Hasselbring, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel |
| 13:40 Uhr | Grußwort Prof. Dr. Karin Schwarz Vizepräsidentin für Forschung, Technologietransfer und wissenschaftlichen Nachwuchs der Christian-Albrechts-Universität Kiel |
| 14:00 Uhr | Keynote Software Performance in DevOps – Eine Perspektive aus Forschung und Praxis Dr. Andreas Brunnert, RETIT GmbH |
| 15:00 Uhr | Kaffeepause |
| 15:30 Uhr –17:00 Uhr | Vortragsblock II Moderation Prof. Dr. Martin Leucker, Universität zu Lübeck |
| 15:30 Uhr | Continuous Deployment von Microservices Guido Steinacker, Otto.de Microservices erleichtern Continuous Deployment durch ihre Granularität und lose Kopplung. Continuous Deployment von dutzenden Microservices bleibt trotzdem eine Herausforderung. Wie bei otto.de bis zu 250 Live-Deployments pro Woche durchgeführt werden, stellt Guido Steinacker in diesem Vortrag vor. |
| 16:00 Uhr | DevOps und Industrie 4.0 Maik Wojcieszak, wobe-systems GmbH DevOps entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte im Bereich der Software Entwicklung und Unternehmen die Internetdienste anbieten. Große Vorbilder sind „Unicorns“ wie Amazon und Google. Der Talk zeigt am Beispiel der Druckindustrie wie DevOps bei der Digitalisierung kleiner und Mittelständischer Industrieunternehmen helfen kann. |
| 16:30 Uhr | DevOpsBiz: Hand in Hand zum Erfolg Sabine Bernecker-Bendixen, sof-IT Eine Einführung in den Begriff und die Idee weitere Abteilungen einzubeziehen. |
| 17:00 Uhr | Diskussion und Ausklang beim Fingerfood |
Download des PDF-Flyers: Flyer KoSSE-Tag 2016.pdf.
Dr. Andreas Brunnert ist Geschäftsführender Gesellschafter der RETIT GmbH. RETIT bietet Softwarelösungen und Beratungsleistungen rund um das Thema Software Performance an. Vor seiner Zeit bei RETIT war Dr. Andreas Brunnert bei einem An-Institut der Technischen Universität München (TUM) als Teamleiter einer Forschungsgruppe zum Thema Software Performance und bei der IBM Deutschland Research & Development GmbH als Technical Lead und Advisory IT Specialist tätig. Er hat an der TUM in Informatik promoviert sowie Informatik an der FH Brandenburg und Wirtschaftsinformatik an der Universität Bamberg studiert. Dr. Andreas Brunnert beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit dem Thema der Performance-Evaluation von Softwaresystemen, in den letzten Jahren fokussiert durch die Integration von mess- und modellbasierten Performance-Evaluationsansätzen.
Nutzer von Softwaresystemen (Apps, Webseiten, etc.) erwarten neben der korrekten Funktion immer auch eine schnelle Reaktionszeit, denn niemand wartet gerne. Oft führen schon Verzögerungen im Sekundenbereich dazu, dass Nutzer abspringen und der Umsatz von eCommerce-Anbietern massiv einbricht. Neben solchen B2C Beispielen finden sich auch im Bereich der kritischen Infrastrukturen immer mehr Softwaresysteme, die in ausreichender Geschwindigkeit reagieren müssen.[nbsp]Stellen Sie sich beispielsweise vor, Smart Grids würde nicht schnell genug auf Wind- und Wetterschwankungen reagieren…
Weitere Beispiele des täglichen Lebens finden sich zuhauf. Wie aber stellt man bei einer immer schnelleren Releasefrequenz, die durch DevOps Konzepte unterstützt wird, sicher, dass Softwaresysteme ein gewünschtes Antwortzeitverhalten aufweisen? Und wie hält man die dafür erforderlichen Kosten im Rahmen?
Die Keynote stellt aktuelle Ansätze aus Industrie und Forschung zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen rund um die Performance von Softwaresystemen vor.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Anzahl der Teilnehmer ist jedoch begrenzt. Wir bitten Sie daher um verbindliche Anmeldung bis zum 27. Mai 2016 unter www.diwish.de/termin/kosse-tag-2016.
Wissenschaftszentrum Kiel
Fraunhoferstraße 13
24118 Kiel
DiWiSH Clustermanagement
KoSSE-Geschäftsstelle
WTSH GmbH
Lorentzendamm 24
24103 Kiel
Tel: 0431.666 66 851
Fax: 0431.666 66 792
Web: www.kosse-sh.de
E-Mail: [email protected]

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Zum Messeauftritt der beiden Universitäten ist ein Artikel im shz erschienen:
Zwischen Motorroller und Operationssaal, aufgehübscht mit einem Tupfer virtuelle Realität: die Unis Kiel und Lübeck wollen Lösungen für die digitale Welt stellen – in Bereichen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Elektro-Mobilität
Wie weit komme ich mit meinem frisch aufgeladenen Elektro-Motorroller? Und wie schnell darf ich mit meinem E-Auto fahren, um die größtmögliche Reichweite aus dem Gefährt herauszuholen? Für Fragen wie diese erarbeitet die Universität zu Lübeck ein Programm, das dem Fahrer vor und während eines Ausflugs mit einem elektrobetriebenen Fahrzeug Tipps gibt. „Die Ladezeiten für Elektromotoren sind lang“, sagt Gerhard Buntrock vom Institut für Softwaretechnik und Programmiersprachen. Da müsse man schon möglichst genau planen können, wann man wo ist…
Den vollständigen Artikel lesen Sie hier: http://www.shz.de/nachrichten/
]]>Von zuhause kennt man es schon, dass Computer, MP3-Player, Fernseher und andere Geräte unterschiedlicher Hersteller über ein Netzwerk problemlos Daten austauschen können. Doch selbst in den modernsten Operationssälen ist die Vernetzung noch lange nicht so weit. Medizingeräte verschiedener Hersteller können anders als Haushaltsgeräte nicht einfach so miteinander kommunizieren. Dafür sind technische Gründe, vor allem aber die viel höheren Risiken im OP-Saal verantwortlich: Im Zulassungsprozess eines Medizingerätes muss nachgewiesen werden, dass durch die Vernetzung keine zusätzlichen Risiken für den Patienten entstehen.
Im Projekt OR.NET arbeitet das Institut für Softwaretechnik und Programmiersprachen (ISP) der Universität zu Lübeck zusammen mit über 50 Partnern aus Industrie, Klinik und Forschung an diesen Problemen. Es wird ein Standard für die Kommunikation von Medizingeräten geschaffen, sodass verschiedene Hersteller eine gemeinsame Kommunikationsplattform nutzen können. Darüber hinaus werden neue Konzepte und Lösungen zur dynamischen Vernetzung von Medizingeräten entwickelt, die die Hersteller bei der Integration und Zulassung ihrer Geräte unterstützten. Auf der solutions.hamburg demonstriert das Institut für Softwaretechnik und Programmiersprachen den aktuellen Stand der Kommunikationsplattform am Beispiel der Echtzeit-Datenübertragung von Messwerten eines Pulsoximeters zu einem Patientenmonitor.
Sprechende Elektrofahrzeuge
Im Projekt Green Navigation bearbeitet die Universität zu Lübeck die Fragestellung: Wie sieht eine nachhaltige Mobilität der Zukunft aus? Doktoranden und Studierende arbeiten an der Vernetzung von Elektrofahrzeugen mit ihrer Umgebung: Ein Elektroroller lernt, wie er mit Ladesäulen spricht. Ein neuartiges Navigationssystem hilft bei der Routenplanung für eine effiziente Nutzung. Der Energiespeicher eines heimischen Photovoltaiksystems kann im intelligenten Stromnetz überwacht und gesteuert werden. Das Ziel des Projekts besteht in der Entwicklung prototypischer Systemlösungen für die Realisierung einer modernen und zeitgerechten Mobilität. Erste Ergebnisse kann man auf dem Messestand erleben.
Im Rahmen einer Demonstration des Projekts OR.Net wurden Medizingeräte verschiedener Hersteller vernetzt: Links zwei PC-Arbeitsplätze mit Patientenmonitoren, daneben ein Operationsmikroskop von Möller-Wedel, ein Ultraschall-Dissektor von Söring, ein Endoskop-System mit Kamera und Knochenfräse von KARL STORZ und rechts ein weiterer PC-Arbeitsplatz mit Zugang zum Krankenhaus-Informations-System ORBIS.
Foto: Dr. Frank Golatowski, Universität Rostock
Software zum Anfassen bei der Universität zu Kiel
Unsere Welt wird immer digitaler. Im Gengensatz dazu fördern reale Erlebnisse kreative Lösungen. Um das Beste aus beiden Welten zu vereinen, nutzt die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) 3D-Drucker in Verbindung mit ihrem Tool ExplorViz um Software eine Gestalt zu geben und sie so greifbar zu machen. So ein anfassbares Modell bietet zum Beispiel bei der Präsentation von Software große Vorteile. Architekten bauen schon seit mehreren Jahrtausenden kleinere Modelle ihrer Bauwerke, um dem Auftraggeber ein genaues Bild über Aussehen und Aufwand zu geben. Bei Software kann sich ein Kunde häufig kein genaues Bild über den Aufwand für Änderungen und den Zustand seiner Software machen. Anfassbare Modelle können hier ähnlich zu Gebäudemodellen Abhilfe schaffen. Wenn eine Änderung ansteht, werden einfach zwei solide Softwaremodelle erstellt. Das erste Modell zeigt den aktuellen Stand der Software und das zweite zeigt den Planzustand nach den Änderungen. So kann sich der Kunde ein genaues Bild über die Software und den Änderungsaufwand verschaffen.
Ein weiteres Einsatzgebiet für die Modelle ist zum Beispiel das Diskutieren im Team über den Aufbau der Software, welches durch das Anfassen erleichtert wird. So können im Unternehmen Diskussionen über die Softwarestruktur effektiver durchgeführt werden, da die Teilnehmer genau und auch gleichzeitig zeigen können, worüber sie gerade reden. Des Weiteren hilft das haptische Erlebnis vielen Teammitgliedern unbewusst bei ihren Denkprozessen.
Auf der solutions.hamburg präsentiert die Kieler Universität eine Reihe dieser Softwaremodelle. Die Besucher können so weltweit als erstes Software anfassen und von ihr einen Eindruck gewinnen.
Software erleben dank virtueller Realität
Mithilfe von virtueller Realität, ermöglicht durch den Einsatz von 3D-Brillen, entstehen viele neue Möglichkeiten Dinge auf eine andere Art und Weise zu erleben. Die CAU Kiel nutzt die virtuelle Realität um Software für den Anwender erlebbar zu machen. Mittels der 3D-Brille Oculus Rift findet sich der Anwender in der virtuellen Realität wieder und hat den Eindruck, wirklich in der ihn umgebenen 3D-Welt zu stehen. Für die Interaktion und die Bewegung mit dieser Welt wird zusätzlich der Kinect-Sensor von Microsoft verwendet. Das Modell der Software kann dann durch Gesten verschoben, vergrößert und gedreht werden, um so eine Ansicht von allen Seiten zu ermöglichen.
Die Besucher der solutions.hamburg können durch diese Technologien, ähnlich wie Tom Cruise in dem Science-Fiction Film “Minority Report”, die vor ihren Augen schwebenden Softwaremodelle innerhalb einer 3D-Welt mit ihren Händen bedienen und so Software mit mehreren Sinnen erleben.
3D-Modell und interaktive Brille (Oculus Rift) zur Visualisierung vom Aufbau und Zusammenhängen innerhalb einer Software
Kompetenzverbund Software Systems Engineering (KoSSE)
Der Kompetenzverbund Software Systems Engineering bündelt die Kompetenzen der Informatik-Fachbereiche an den Universitäten in Kiel und Lübeck mit IT-Unternehmen in Schleswig-Holstein. Ob für die Verwaltung, Logistik, Medizin- oder Eisenbahntechnik, in gemeinsamen Projekten werden effiziente Werkzeuge und modellbasierte Verfahren für die automatisierte Softwarekonstruktion und -modernisierung entwickelt. Durch die enge Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft sowie den intensiven Wissenstransfer wird die Wettbewerbsfähigkeit der Region Schleswig-Holstein nachhaltig gesteigert. Auf der Messe erfährt der Besucher was KoSSE ist, wer dahinter steht und welche Themen bearbeitet werden. Professoren und Projekte können so kennengelernt werden. Unternehmen wird aufgezeigt warum eine Kooperation mit den Hochschulen interessant sein kann.
solutions.hamburg: Neuer “Kongress für Digitalisierung, Business und IT“
Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt grundlegend. Das gilt übergreifend für alle Fachbereiche – Tendenz steigend. Um den Austausch und das Know-how in diesem Bereich zu fördern und auf einer Plattform zu vereinen, findet mit der solutions.hamburg vom 9. bis 11. September auf Kampnagel ein neuer Digitalkongress in Hamburg stattder Hansestadt. Das Event, das in den kommenden Jahren wachsen und dann bundesweit stattfinden soll, versteht sich als „Kongress für Digitalisierung, Business und IT“, das Motto lautet „Building The Digital Future“. Der Name solutions.hamburg ist dabei Programm: der Kongress wird in innovativen Vorträgen, Workshops und Diskussionen zeigen, was Digitalisierung für die verschiedenen Branchen, Unternehmen und Fachbereiche bedeutet, und praxisnahe Lösungen bieten, wie diese den Veränderungsprozess optimal für sich nutzen können. Darüber hinaus sollen gemeinsam neue Ansätze entwickelt werden, Digitalisierung in Unternehmen aktiv mitzugestalten.
Weitere Informationen…
…zu OR.NET: www.isp.uni-luebeck.de/ornet
…zu ExplorViz: www.explorviz.net
…zum Kompetenzverbund Software Systems Engineering: www.kosse-sh.de
…zum Kongress: www.solutions.hamburg
Bilder/Flyer
Kontakt
OR.NET und Green Navigation:
Dr. Gerhard Buntrock
Universität zu Lübeck
Tel.: 0451 / 500-3983 oder 0451 / 40039230
E-Mail: [email protected]
ExplorViz:
Florian Fittkau
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Tel.: 0431.880 4467
E-Mail: [email protected]
Softwareintensive Systeme und Geräte werden zu alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Sie wandeln sich durch ihre vielfältige Vernetzung und die Einbindung von Daten und Diensten zu umfassenden Lösungen, die sämtliche Lebensbereiche immer stärker durchdringen. Das wurde den etwa 70 Teilnehmern schon in der das Vortragsprogramm eröffnenden Keynote verdeutlicht. Prof. Dr. Peter Liggesmeyer, Präsident der Gesellschaft für Informatik und des Fraunhofer IESE sowie Dozent an der Technischen Universität Kaiserslautern, erläuterte in seiner einstündigen Keynote die Hintergründe und Zusammenhänge des Internets der Dinge, von Industrie 4.0 und Big Data. “Informatik ist das Öl der neuen Zeit. Software treibt Wirtschaft voran,” so Liggesmeyer. Deutschland werde im Ausland dafür bewundert und beneidet seine großen Industrieunternehmen wie Siemens und Daimler, alle mit über 100jähriger Firmengeschichte, für die Digitalisierung gut aufzustellen.
Auch zum Datenschutz hatte er eine klare Meinung: “Datensparsamkeit verhindert Innovation! Geben Sie Informationen aus der Hand, kontrollieren Sie aber deren Nutzung!” Liggesmeyer sprach sich dafür aus persönliche Informationen zu Forschungszwecken zur Verfügung zu stellen, wobei man jede einzelne Information mit spezifischen Nutzungsrechten deklarieren könne. Nicht nur wer, sondern auch wie lange und in welchem Umfang darauf zugegriffen werden kann.
Die Keynote machte deutlich, dass unterschiedliche Systeme Wertschöpfung betreiben werden, indem sie sich miteinander, autonom organisieren. Diese Autonomie aber auch Risiken birgt und viele juristische Fragen noch offen sind. Bei der Sicherheit in offenen Systemen besteht noch ein erheblicher Forschungsbedarf. “Massenprodukte werden zunehmend durch massenindividualisierte Produkte ersetzt. Daten sind dabei der zentrale ‘Rohstoff’“, so Liggesmeyer.
Es folgten die Vorträge von Dr. Stefan Schlichting, Drägerwerk, zur “An architecture for medical cyber-physical systems in high acuity environments”, in dem er die Forschungsansätze und -ergebnisse für das Internet der Dinge in der Medizintechnik bei Dräger vorstellte. Reinhold Hundt vom Beratungsunternehmen ASTRAN Business Consulting gab Einblicke in den Bahnmarkt und den großen Aufholbedarf bei den oft noch antiquierten Infrastrukturen für Schienenfahrzeuge. Als Abschluss erklärte Eckhard Anders, ma design, den Aspekt der User Experience bei Desing und Entwicklung des Internets der Dinge.
Das erhobene Feedback der Besucher fiel positiv aus. Der Großteil lobte die Relevanz der Vorträge, die gute Auswahl und die unternehmensnahen Einblicke. Die im Programm versprochenen Inhalte wurden kompetent und schlüssig behandelt. “Eine sehr gute Veranstaltung, passend zum Thema, Referenten, Ort, Zielgruppenansprache, zeitlicher Rahmen – ich habe mich auf abwechslungsreiche Weise gut informiert gefühlt”, so ein Teilnehmer beim anschließenden Networking.
Der nächste KoSSE-Tag findet im Juni 2016 in Kiel statt. Am 20. November 2015 treffen sich Wissenschaft und Wirtschaft erneut zum KoSSE-Workshop im Wissenschaftszentrum Kiel.
Für den Vortrag “Der UX-Faktor bei der Entwicklung des Internets der Dinge” wenden Sie sich bitte an [email protected].
Keynote_Internet of Things, Industrie 4.0 und Big Data
An architecture for medical cyber physical systems in high acuity environments_Drägerwerk AG
| 13:30 Uhr | Get Together beim Imbiss |
| 13:55 Uhr | Begrüßung Prof. Dr. Martin Leucker, Universität zu Lübeck |
| 14:00 Uhr | Formal Verification of Embedded Code – Applications and Challenges Thorsten Ehlers, Institut für Informatik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel |
| 14:30 Uhr | Static Analysis of Concurrent Automotive Software Johannes Traub, Daimler AG |
| 15:00 Uhr | Pause |
| 15:15 Uhr | Vorkehrungen für die effiziente Suche nach Software-Defekten sowie für Performance-Optimierungen in Multicore-Systemen Alexander Weiss, Accemic GmbH & Co. KG |
| 16:00 Uhr | Effiziente Überwachung von Laufzeiteigenschaften in Soft- und Hardware Philip Gottschling, TU Darmstadt und Normann Decker, Universität zu Lübeck |
| 16:30 Uhr | WCET on Multicore Processors – Problems and Answers Simon Wegener, AbsInt Angewandte Informatik GmbH |
| 17:00 Uhr | Diskussion beim Imbiss |
| 18:00 Uhr | Ende des Workshops |
Thorsten Ehlers, Institut für Informatik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Formal Verification of Embedded Code – Applications and Challenge
This talk will introduce some typical concurrency bugs occurring in embedded code. Based on this, it will discuss how formal methods can be applied to find these defects. Here, the talk will especially consider the case of migrating legacy code from single- to multi-core CPUs. Furthermore, they present some code pattern which are typical for embedded code, and discuss their impact on the performance of analysis tools.
Johannes Traub, Daimler AG
Static Analysis of Concurrent Automotive Software
Der Einzug von Multicore-Hardware in Automotive Steuergeräte ermöglicht eine wirkliche parallele Ausführung der Echtzeit-Software. Allerdings birgt diese parallele Ausführung ein stark erhöhtes Risiko für das Auftreten von kritischen Race Conditions. Das Verifikations-Werkzeug MEMICS bietet die Möglichkeit, solche Race Conditions in Automotive Software zu identfizieren. Zusätzlich zur Position des Fehlers wird ein Trace geliefert, welcher die Nachvollziehbarkeit enorm vereinfacht.
Alexander Weiss, Accemic GmbH [&] Co. KG
Vorkehrungen für die effiziente Suche nach Software-Defekten sowie für Performance-Optimierungen in Multicore-Systemen
Selbst bei äußerst sorgfältig programmierten und getesteten Applikation muss davon ausgegangen werden, dass sich auch in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien sowie nach dem Release noch immer Defekte im Programmcode befinden. Deshalb sollten in gut geplanten Projekten Vorkehrungen getroffen werden, um Defekte effizient suchen und beseitigen zu können.
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Klassifizierung von Defekten, ihrer Auftretenswahrscheinlichkeit vor und nach einem Release sowie ökonomischen Aspekten der Fehlersuche. Weiterhin werden verschiedene Anforderungen an Performance-Optimierungen diskutiert. Voraussetzung dafür ist jeweils eine umfassende Beobachtbarkeit – dies stellt besonders bei Multicore-Systemen eine große Herausforderung dar, da hier die erfassten Abläufe in einzelnen Cores synchronisiert werden müssen, um beispielsweise Wettlaufsituationen untersuchen zu können. Herkömmliche Verfahren wie die Instrumentierung der Software stoßen hier schnell an ihre Grenzen.
Im Vortrag werden Maßnahmen erläutert, die schon beim Entwurf von Hard- und Software getroffen werden sollten, um Multicore-Systeme effizient, flexibel und nicht intrusiv beobachten zu können
Simon Wegener, AbsInt Angewandte Informatik GmbH
WCET on Multicore Processors – Problems and Answers
Bei der Abschätzung der Laufzeit eines Tasks im schlimmsten Fall stellen Mehrkern-Prozessoren eine neue Herausforderung dar.
Dieser Vortrag möchte einige der Probleme aufzeigen, die heutige Multicore-Architekturen mit sich bringen.
Darüber hinaus werden Lösungsansätze vorgestellt, die es ermöglichen sollen, eine Laufzeitabschätzung für zukünftige eingebettete Systeme durchzuführen
Philip Gottschling, TU Darmstadt und Normann Decker, Universität zu Lübeck
Effiziente Überwachung von Laufzeiteigenschaften in Soft- und Hardware
Wir beschreiben das grundsätzliche Vorgehen und Methoden, um Ablaufeigenschaften von Systemen deskriptiv zu spezifizieren und daraus operationale Modelle in Form von sog. Monitoren zu generieren. Ein Monitor verarbeitet Systembeobachtungen und gibt kontinuierlich eine Bewertung hinsichtlich der spezifizierten Korrektheitseigenschaft aus.Um diese in Echtzeit zu überwachen und auszuwerten eignen sich moderne FPGAs, da sie sich beliebig oft neu konfigurieren lassen. Die nicht triviale Hardwarebeschreibung und die damit verbundenen Entwicklungswerkzeuge stellen allerdings für die meisten Nutzer ein großes Hindernis dar. Durch Abstraktion und Integration lässt sich dieses überwinden und stellt diese Technologie einem breiteren Anwenderfeld zur Verfügung.
media docks
Willy-Brandt-Allee 31a
23554 Lübeck
Anfahrtsskizze

© OpenStreetMap-Mitwirkende (Lizenz: CC-BY-SA)
Bing Karten
Lageplan Media Docks Lübeck
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Da eine begrenzte Anzahl der Plätze zur Verfügung steht und zur besseren Organisation des KoSSE-Workshops bitten wir um verbindliche Anmeldung bis zum 09. Dezember 2014 unter:
]]>Im Projekt „RaceGuard“ wurde ein Analysewerkzeug für Software in parallelen, eingebetteten Systemen entwickelt. Das Analysewerkzeug ist spezialisiert auf schwer zu lokalisierende Fehler in parallel arbeitendem Code, insbesondere sogenannte Race Conditions. Moderne eingebettete Systeme arbeiten mit multi-core Prozessoren parallel, im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen mit single-core Prozessoren. Eingebettete Systeme sind häufig sicherheitskritisch, d.h. Fehlfunktionen können dramatische Konsequenzen haben. Beispiele für solche Systeme sind Sicherheitssysteme in Autos, Flugzeugsteuerungen oder medizinische Geräte.
Das Projekt „RaceGuard“
Die Vorarbeiten zum Projekt „RaceGuard“ wurden im KoSSE-Verbundprojekt ARAMiS geleistet, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. KoSSE ist der Kompetenzverbund Software Systems Engineering, der die Softwaretechnik-Kompetenzen der Informatik-Fachbereiche an den Universitäten in Kiel und Lübeck mit IT-Unternehmen in Schleswig-Holstein bündelt. Industriepartner bei ARAMiS ist die Daimler AG.
Das Projektteam besteht aus den Informatikern Thorsten Ehlers und Philipp Sieweck, die als Doktoranden am ARAMiS-Projekt (Automotive, Railway and Avionics Multicore Systems) arbeiten. Julian Göller studiert an der CAU Kiel Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Entrepreneurship und Innovationsmanagement. KoSSE-Professor Dr. Dirk Nowotka hat das Projekt fachlich begleitet.
Ideenwettbewerb Schleswig-Holstein
Der von DiWiSH-Mitglied assono GmbH gestiftete Sonderpreis „IT“ ist mit 1.000 Euro dotiert. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 12.500 Euro ausgeschüttet. Der Ideenwettbewerb wurde in diesem Jahr vom Dr. Werner Jackstädt-Zentrum für Unternehmertum und Mittelstand Flensburg in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) organisiert. Gesucht wurden innovative und zukunftsweisende Ideen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die in Form von Produkten, Dienstleistungen oder Verfahren das Potenzial für wirtschaftlichen Erfolg haben. Eine Expertenjury aus erfahrenen und hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Fördereinrichtungen bewertete unter anderem die Einzigartigkeit, den Kundennutzen und das Marktpotenzial der jeweiligen Idee sowie deren Bedeutung für Schleswig-Holstein.
]]>Ein besonderes Qualitätsmerkmal von Software ist ihre Nutzbarkeit; man spricht hier auch von Software-Ergonomie und Gebrauchstauglichkeit. Während in den frühen Jahren der Software-Entwicklung die Funktionalität im Vordergrund stand, wird heute die Schnittstelle zwischen Anwendungssoftware und Nutzern in den Vordergrund gestellt. Gebrauchstaugliche Software muss eine zuverlässige und stabile Funktionalität aufweisen. Letztlich entscheidend für den Erfolg ist aber die Qualität der Benutzungsschnittstelle hinsichtlich bestimmter Nutzer, deren Aufgaben und Anwendungskontexte, um Software-Produkte effektiv, effizient und zufriedenstellend zu machen.
Trotz der für Norddeutschland seltenen, hochsommerlichen Temperaturen, trafen sich am 09. Juli fast 100 Teilnehmer ab 12 Uhr zum Gedankenaustausch, Diskutieren und Networking. Moderator Prof. Dr. Wilhelm Hasselbring fand die passenden Worte zur Einleitung der Vorträge und Jörg Orlemann, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Kiel, schuf geschickt die Verbindung zwischen Grußworten und Beginn des ersten Vortragsblockes.
Im Rahmen des 5. KoSSE-Tages wurden wichtige Fragen zur Entwicklung gebrauchstauglicher Softwaresysteme thematisiert. Dabei wurde der Bogen von einigen Grundlagen und Prinzipien des Usability-Engineerings hin zur praktischen Umsetzung im betrieblichen Kontext, sowohl aus Sicht der Softwarehersteller, als auch aus Sicht der Anwender geschlagen. In seiner Keynote erläuterte Prof. Dr. Michael Herczeg einige Prinzipien und Methoden und schuf den Rahmen für weitere Fachvorträge.
Seine Kollegen von der Universität zu Lübeck referierten dann sehr anschaulich über zwei KoSSE-Verbundprojekte. Tilo Mentler erläuterte anhand des Projekts „Mobile elektronische Datenerfassung bei einem Massenanfall von Verletzten“ den Einsatz des Usability Engineerings in der Notfallmedizin. Amelie Roenspieß komplettierte mit ihrem Vortrag „UsER: Eine flexible Toolchain für das Usability Engineering“ das von der Universität Lübeck angereiste Referententrio des ersten Vortragsblockes. Ziel des Projektes „UsER“ ist es, die Systementwicklungs- und Einführungsprozesse für ERP-Software in öffentlichen
Verwaltungen um Prozesselemente des Usability-Engineerings zu erweitern. Die Konzeptions-, Entwicklungs-, Test- und Einführungsprozesse sollen dabei stärker auf ergonomische Aspekte der Bedienung sowie die Gebrauchstauglichkeit der Programme ausgerichtet werden. Im Projekt werden passende Software-Werkzeuge entwickelt, mit denen sich die Anwendersoftware auf diese Konstellation anpassen lässt und ergonomische und funktionale Elemente in Einklang gebracht werden.
Bei Kaffee und Kuchen wurde bereits in der anstehenden Pause intensiv diskutiert und untereinander Kontakte geknüpft.[nbsp]Im zweiten Vortragsblock wurde der Fokus stärker auf die Wirtschaft statt auf die Wissenschaft gelegt. Dabei wurden die Vorträge „Shape the future of user interfaces with gesture control“ von Sascha Klement von der gestigon GmbH sowie „Prototyping im User Interface Engineering“ von Judith Assmann und Rebecca Rothfuß (macio GmbH) besonders gut bewertet. Mit leichter zeitlicher Verzögerung ließen dann alle Anwesenden den Tag am Fingerfood-Buffet in lockerer Atmosphäre ausklingen.
Der nächste KoSSE-Tag findet im Sommer 2015 in Lübeck statt.
Hier finden Sie die Vorträge:
Vortrag_HerczegProf..pdf (1,3 MiB)
es ist wieder soweit! Der Kompetenzverbund Software Systems Engineering (KoSSE) lädt Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum großen Jahrestreffen ein, dem
KoSSE-Tag 2014
am 09. Juli in Kiel.
Der KoSSE-Tag steht dieses Jahr ganz unter dem Motto „Usability Engineering“. Wie in den vergangenen fünf Jahren will KoSSE auch in Zukunft Projekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erfolgreich realisieren und mittels Wissenstransfer neue interessante Ansätze für beide Bereiche generieren.
Ein besonderes Qualitätsmerkmal von Software ist ihre Nutzbarkeit. Man spricht hier auch von Software-Ergonomie und Gebrauchstauglichkeit. Im Rahmen des 5. KoSSE-Tages werden wichtige Fragen zur Entwicklung gebrauchstauglicher Softwaresysteme thematisiert. In seiner Keynote wird Prof. Dr. Michael Herczeg dazu einige Prinzipien und Methoden erläutern und den Rahmen für weitere Fachvorträge schaffen.
Weitere Informationen mit dem Programm finden Sie auf der entsprechenden Terminseite: 9. Juli 14: KoSSE-Tag 2014.
Der KoSSE-Tag ist kostenfrei. Zur besseren Organisation bitten wir um verbindliche Anmeldung bis zum 01. Juli 2014 unter der Webadresse u.diwish.de/kossetag14.
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